Amerikas Westen

Westcoast Die erste fixe Idee zu dieser Reise kommt Georg und Sören bereits im Herbst 2000. Die eigentliche Planungsphase startet jedoch, wie der geneigte Leser bereits vermutet, erst auf den letzten Drücker. Etwa im März 2001 beginnen wir nach geeigneten Flugterminen zu fahnden und müssen besorgt feststellen, dass der Sommer über dem Atlantik schon ziemlich ausgebucht ist. Nur über Connections zu einem Reisbüro gelingt es uns tatsächlich noch einen Reisetermin zu finden, der – nachdem wir uns auf eine Länge von 15 Tagen geeinigt haben – auf den 12.07.2001 bis 26.07.2001 gelegt wird. Da wir eigentlich nur wissen, dass wir durch die USA wollen aber sonst keinen Plan haben, endscheiden wir uns für eine Pauschalreise der Firma DerTour in der Flug, Mietwagen und sämtliche Hotelübernachtungen bereits inbegriffen sind.

Dies kommt uns in sofern entgegen, da wir uns praktisch keine Gedanken mehr um nichts machen müssen. Vor lauter keine Gedanken machen, vergisst ein hier nicht namentlich genannter Reiseteilnehmer jedoch seinen im Vorjahr erworbenen, mittlerweile abgelaufenen, vorläufigen Reisepass zu erneuern. Dies fällt uns ungeschickterweise genau 10 Stunden vor dem Abflug auf, was uns a) eine Herzattacke beschert und b) eine ziemliche Kraftanstrengung abverlangt, noch einen Ersatz zu besorgen. In Bürokratie-Deutschland grenzt es an ein Wunder, dass wir nach diversen nächtlichen Telefonaten (u.a. mit der Amerikanischen Botschaft, dem Flughafen Frankfurt und der Mutter der Beamtin des Oestrich-Winkler Einwohnermeldeamtes) bis zum nächsten Morgen überhaupt einen neuen (wieder vorläufigen) Reispass auftreiben können. Danke Gott, danke Schmelzi, danke an Frau T. vom Einwohnermeldeamt. Hier noch ein Tipp für Leute, denen ähnliches widerfährt: Vorläufige Ausweise ohne Foto kann auch der Bundesgrenzschutz ausstellen. Für Amerika nützt das aber nichts, da hier ein Pass mit Foto zwingend verlangt wird – und den gibt es ausschließlich bei Ihrem persönlichen Einwohnermeldeamt.

Reiseverlauf

Durch die vorgebuchten Hotels ergibt sich von vornherein eine relativ feste Reiseroute. Gestartet wird, wie unschwer zu erraten ist, am Airport Frankfurt (nur ermöglicht durch eine unermüdlich für ihr Land schufftende Einwohnermelde-Staatsbedienstete). Über einen kurzen Zwischenstop in New York landen wir schließlich in Los Angeles. Dort verbringen wir die erste Nacht, um am kommenden Morgen unsere weiteren Reiseunterlagen zu erhalten und dann endlich mit unserem Mietwagen durchzustarten. In östlicher Richtung geht es ab in die Wüste über die heimliche Golfer-Hauptstadt Palm Springs nach Laughlin, wo das Wüstenklima seinen vorläufigen Höhepunkt findet. Nun folgt die große National-Park-Tour beginnend in Williams über den Grand Canyon National Park und Page in den Bryce Canyon und Zion National Park nach St. George. Nach einem ziemlich aufregenden Tag in Las Vegas folgt nun ein etwas ruhigerer Reise-Abschnitt, sehr viel ruhiger – quasi am ruhigsten – also tot: Der Death Valley National Park. Tulare, der Yosemite National Park, Modesto, der Abstecher über Sacramento und das Napa Valley sind eine willkommene Abwechslung zur vorherigen "Wüstenhektik". In San Francisco hat uns der Reiseveranstalter sogar zwei Übernachtungen spendiert um die Stadt in aller Ruhe erleben zu können. Das Ende der Reise ist bereits in Sicht, als wir auf dem Weg nach Santa Maria von grandiosen Panoramen an der Route 1 überrascht werden. Über Solvang (Willkommen bei den Smorebrods) geht es nachVentura. Von hier aus ist es über den Mulholland Drive nur noch ein Katzensprung bis zum Ende der Reise in Los Angeles. Der Rückflug überrascht uns diesmal mit zwei Zwischenstops in Salt Lake City und New York bevor wir zurück in heimischen Gefilden ankommen. Für die ganz eiligen gibt’s hier alle Bilder im Überblick.

Reiseverlauf
Reiseverlauf

About this Article

Author: Sören

Published: August 19th, 2005

Category:

No comments