"Da schiebt schon wieder einer sein Wohnzimmer vor sich her." Sören beim Anblick eines Penners

Chinatown - wie unschwer zu erkennen ist Dieser Tag verspricht Erholung, denn es ist der erste Tag ohne Auto und, wie wir insgeheim hoffen, auch der Letzte, denn mit etwas Glück war dieser dunkle Parkplatz doch kein getarnter Gebrauchtwagenhändler. Heute wollen wir zu Fuß und mit den hiesigen öffentlichen Verkehrsmitteln die Stadt erkunden. Unser Weg führt uns zunächst in die Innenstadt. Da die Gegend um unser Hotel nicht wirklich vertrauenerweckend erscheint, verstecken wir Fotoaparat und Video-Kamera in unseren Rucksäcken. Hier zelten Leute auf den Bürgersteigen und andere schieben ihr komplettes Hab und Gut in Einkaufswagen vor sich her.

Kabel-Autos

Chinatown - schon etwas schwieriger Nachdem wir noch einen Abstecher in ein Internet Café gemacht haben, kommen wir an der "Transamercian Pyramid" vorbei, einem Hochhaus, das ähnlich wie eine Pyramide nach oben hin spitz zuläuft. Wir tangieren China Town und entschließen uns nach einiger Zeit eines der einzigartigen Cable Cars zu benutzen um an den Hafen, oder wie wir Fachleute es nenen, an die Bay zu fahren. Die Fahrt ist sehr holprig und ehrlich gesagt erwecken der Fahrer und sein Fahrzeug nicht gerade unser tiefstes Vertrauen. Wir kommen trotzdem heil am Hafen an und beginnen uns umzusehen.

Bekannte und unbekannte Sehenswürdigkeiten

Friscos Skyline Von hier aus hat man einen guten Blick auf Alcatraz (bekannt aus dem Film "The Rock" – und nur von dort), einem ehemaligen Hochsicherheitsgefängnis, das auf einer kleinen Felseninsel in der Bay liegt. Wir entdecken weitere Kuriositäten wie z.B. einen Werbestand des S.F.Police Department, an dem mit einem original Hummer (das Auto) und fetziger Hip-Hop Musik um Nachwuchs gebuhlt wird, sowie einen Künstler, der mit Spraydosen zu ebenso fetziger Techno-Musik spacige Bilder der Golden Gate Bridge erstellt. Nachdem wir im Fisherman’s Warf etwas zum Mittag gegessen haben, setzen wir unseren Weg entlang des Hafens fort und besichtigen das Marineschiff "Jeremiah O’Brien", das hier vor Anker liegt sowie die bekannte Pier 39, von denen wir vorher noch nie gehört hatten.

"Erinnert mich irgendwie an Sim City" Sören beim Blick auf die Stadt

Pier 39 - schön bunt Pier 39 ist wohl die Touristenfalle der S.F. Bay, denn hier gibt es neben einer Reihe von Restaurants unzählige Souvernier Shops. Das Highlight ist jedoch das Bubba Gump Shrimp Co. Restaurant and Market. Hier kann man neben allerlei Shrimp Spezialitäten in einem riesigen Laden alle erdenklichen Merchandising Artikel zum Film "Forrest Gump" erstehen. Da können wir natürlich nicht einfach vorbei und kaufen uns beide eine originale "Bubba Gump Shrimps" Baseball Cap, denn meine Mom sagte immer: "Dumm ist nur wer Dummes tut.&quot Nachdem wir noch ein wenig die fetten Seelöwen beobachtet haben, die sich auf Floßen im Hafen in der Sonne fläzen, beschließen wir den Aufstieg zum Coit Memorial Tower in Angriff zu nehmen. Von dort hat man einen genialen Blick über die komplette Innenstadt auf der einen und die Bay bis zur Bay Bridge auf der anderen Seite. Von hier oben können wir auch in der Ferne die Lombard Street entdecken, die sich in sehr engen Serpentienen einen steilen Berg hinunterschlängelt und mit tausenden von bunten Blumen dekoriert ist. Auf dem Rückweg zum Hotel begutachten wir auch diese Sehenswürdigkeit noch einmal aus der Nähe.

Die Fortsetzung der Fortsetzung der Fort…

Coit Tower Am Abend entschließen wir uns noch für einen Kinobesuch, denn was in den Nachrichten kommt, wissen wir dank unserer mentalen Begabung jetzt schon. Das Kinocenter ist der Hammer. Hier gibt es nicht nur 20 Kinosäle, sondern auch jede Menge Spielhallen für Kids und u.a. auch einen Microsoft Shop und einen Playstation Shop – Entertainment pur! Wir sehen uns Jurassic Park 3 an. Der Film ist nicht der Reißer, aber auch nicht die schlechteste Fortsetzung einer Fortsetzung. Interessant ist, dass wir während des Films immer wieder von 9jährigen Schreihälsen hinter uns gestört werden, obwohl wir in der Spätvorstellung sitzen und der Film PG13 rated ist. Hier wünscht man sich doch, dass man besser in eine Wiederholung von "Der Weisse Hai" gegangen wäre. Dann wären die 9jährigen Kinder bestimmt ganz schnell verstummt.

Freakout

Lombard Street wie im Fernsehn Auf dem Rückweg vom Kino fällt uns eine Menschentraube auf, vorwiegend bestehend aus 14 jährigen weiblichen Menschen, die mehr oder weniger kreischend vor einem Hotel auf irgendetwas wartet. Auf der Strasse stehen 8 riesige Polizeimotorräder mit echten amerikanischen Cops, dahinter drei grosse Reisebusse. Nach einem Plausch mit einem nicht kreischenden Teeny erfahren wir, dass hier angeblich N’Sync abgestiegen ist. Nun warten die Girlies, dass die Boys rauskommen und in ihre bereitgestellten Busse einsteigen. Dieses Schauspiel wollen wir uns nicht entgehen lassen und warten ziemlich belustigt eine halbe Ewigkeit. Es passiert nichts. Dann doch. Zuerst fährt die Polizeistaffel los. Kurze Zeit später der erste Bus, dann der zweite und nach ein paar weiteren Minuten schließlich der letzte, dann ist der Spuk vorbei. Zurück bleiben lauter verdutzte Teenies mit leeren Autogrammzetteln. Dabei hätten wir so gerne auch ein Autogramm gehabt *hüstel*.

Über diesen Artikel

Author: Sören

Veröffentlicht: 21. Juli 2001

Kategorie: Urlauben

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