Ungezieferbekämpfung mit Agent Orange

Ganz schön riesig, diese Sequoias So langsam kommen wir wieder in wohnlichere Gefilde. Die Wüste haben wir gestern hinter uns gelassen und anstatt Felsen und vertrockneter Sträucher säumen jetzt weitläufige Felder und Obstplantagen den Weg. Offensichtlich ist die Gegend hier bereits wieder so fruchtbar, dass sich diverse Parasiten breit machen (und wir meinen jetzt nicht einheimische Aliens), jedenfalls entdecken wir über uns einen einmotorigen Sportflieger, der eben diese Felder mit der chemischen Käule aus der überdimensionierten Spraydose behandelt.

Yosemite Sam und die Riesensequoias

El Capitan und ein bischen Wasser Einige Zeit später erreichen wir den fünften und für diese Reise letzten National Park, Yosemite. Dort versuchen wir uns zunächst zu orientieren, was nicht ganz leicht fällt. Schließlich finden wir dann aber doch einen Einstiegspunkt im Osten des Parks in der Mariposa Grove wo es riesige Bäume zu sehen gibt. Unser Reiseführer stellt sie uns als “Riesensequoias” vor und teilt uns mit, dass sie bis zu 3000 Jahre alt sind. Die Bäume haben einen Durchmesser von mehreren Metern und sind bis zu 100 Metern hoch. Da das Holz dieser Bäume extrem weich ist, haben es die Aliens nicht zur Herstellung von Häusern, Zahnstochern und Klopapier benutzt. Der Wald ist somit in einem sehr guten Zustand.

"Wie auf Mallorca. Hammerhart. Tausend Touristen, lauter kleine Kinder." Georg in Yosemite-Village

Und noch ein Wasserfall Auf dem Weg ins Yosemite-Village, der uns wieder einmal durch diverse klaustrophobisch anmutende Tunnel führt, legen wir noch einmal einen Stopp an einem View Point ein von dem aus man einen ziemlich hohen aber auch ziemlich ausgetrockneten Wasserfall und El Capitan, einen markanten Berg, sehen kann. Den Wasserfall läuft so wenig Wasser hinab, dass man kaum erkennen kann, wo es eigentlich den Boden erreicht. Im Yosemite-Village angekommen begeben wir uns auf eine weitere Wanderung, die uns an weitere sehenswerte Wasserfälle führt. Hier ist es zum ersten Mal auf unserer Reise (abgesehen von Las Vegas) ziemlich überlaufen. Nachdem wir unseren Natur-Bedarf für heute gedeckt haben, machen wir uns wieder auf den Weg und treffen gegen Abend in Modesto ein.

Schnell mal zum Mexikaner

A1, die einzig Wahre Wir werden experimentierfreudig und besuchen zur Abwechslung Abends das Taco Bell. Hier gibts TexMex Fastfood. Da wir diesen Reisebericht erst zwei Jahre nach Ende des Urlaubs verfassen und uns beide bester Gesundheit erfreuen, kann man wohl mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass das Essen seinen schlechten Ruf nicht verdient hat – auch wenn uns manch Chaos-Theoretiker da wiedersprechen würde. Auf jeden Fall ist unser Freund Fnord (der mit der A1 Steak-Sauce) von diesem Laden so überzeugt, dass er hier in Deutschland immer mit einer Basecap von denen rumrennt. Wir hoffen, das ist nicht ansteckend.

Über diesen Artikel

Author: Sören

Veröffentlicht: 19. Juli 2001

Kategorie: Urlauben

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