"Uwaahr, fresh meat!" "The Butcher" aus Blizzards Diablo und Sören, beim Anblick von Lake Mead

Die Mutter aller Staumauern - Hover Dam Wir verhalten uns heute vollkommen unchristlich und mißachten das Gebot "Am siebten Tage sollst du ruhen", denn heute geht es nach Las Vegas! Vorher besichtigen wir eine der größten Staumauern im Universum, den Hover Dam. Dieser staut den erst durch den Damm entstandenen ca. 60 Meilen langen Lake Mead. Auf dem Weg dorthin Richtung Westen fahren wir mal wieder durch sehr trostlose Gegenden auf nicht enden wollenden Straßen entlang dieses, aufgrund seiner Größe doch beeindruckenden, Binnengewässers.

Waterworld Aliens, Teil 3

Der hats doch wirklich bequem Kein Binnensee mit noch so steinigem Strand ohne eine enorme Menge wahnsinniger Aliens. Beim Anblick eines besonders üppigen Exemplars rutscht uns ein spontanes "Ei jei jei jei jei" über die Lippen. Nachdem auch wir ein wenig durchs Wasser gewatet sind und so tun, als ob wir dazu gehören, fühlen wir uns erfrischt und setzen unsere Reise fort. Am frühen Nachmittag erreichen wir schließlich den Damm, welcher im Verkehrschaos versunken ist. Das bringt uns von unserem ursprünglichen Plan ab, ihn per Auto zu überqueren. Wir parken also im Besucherparkhaus und führen unsere Besichtigung zu Fuß durch.

How to bomb Hover Dam

Hier erntet Las Vegas seinen Strom Der Hover Dam wurde nach Herbert Clark Hover, dem 31. Präsidenten der USA, benannt und in den Jahren 1931 – 1935 errichtet. Wir sind von der Masse an Beton und dahinter aufgestautem Wasser schwerstens beeindruckt. Es gibt auch eine offizielle Besichtigungstour ins Innere der Anlage, die wir uns jedoch verkneifen. Beeindruckend sind auch die Sicherheitskontrollen am Eingang der Tour. Gepäckdurchleuchtung und Personenabtastung erinnern einen doch stark an einen Flughafen und das ca. 6 Wochen VOR Nine-Eleven. Unsere kreative Ader ist geweckt und lässt uns über Möglichkeiten sinnieren, wie man unbemerkt ein Loch in die Wand bohren könnte, um halb Kalifornien zu fluten damit endlich diese trostlosen Wüsten begrünt werden. Fazit: Gehen würde das schon.

Gottlose, soweit das Auge reicht

Indoor in die Nordschleife Las Vegas: Schon vom Autobahnzubringer aus erkennt man den Wahnsinn dieser Wüstenmetropole. Mehrere Quadratkilometer große, voll animierte Werbe-Screens verkünden von Poker, Roulette, und MORE JACKPOTTS. Unser Hotel Circus Circus steht dem in nichts nach und protzt mit einem voll ausgestattetem Indoor-Vergnügungspark inklusive Achterbahn, Wildwasserbahn und etlichen weiteren Attraktionen. Da uns hier aber alles zu teuer ist, und wir auch noch die sagenhaften anderen thematisierten Hotels sehen wollen, begeben wir uns nach draußen. Der erste Schritt nach draußen wäre auch fast schon der letzte gewesen, denn aus den eben noch angenehmen 20 Grad im vollklimatisieren Hotelkasino werden schlagartig 50 Grad Außentemperatur – naja, die Sauna haben wir so wenigestens gespart nur leider hat hier niemand einen Aufguss gemacht, so dass die Luft doch recht trocken ist.

Für einen Arsch voll Quarter

Ceasars Palace im besten Licht Direkt gegenüber befindet sich das Nascar Café, welches eine Achterbahn besitzt, die im inneren des Gebäudes startet und dann draußen durch einen Looping führt bevor sie durch eine senkrechte Auslaufschiene gebremst wird und den gleichen Weg wieder rückwärts ins Café zurück nimmt. Sieht ziemlich spektakulär aus. Am meisten hat es uns jedoch der Stratosphere Tower angetan, der sich etwa 500 Meter von unserem Hotel entfernt ca. 330 Meter in den Himmel erstreckt. Das besondere an ihm ist die Achterbahn und der Freefall Tower in über 300 Metern Höhe. Bevor wir uns jedoch dort hinaufbegeben können, müssen wir noch etwas warten, denn wegen zu starkem Wind sind Aussichtsplattform und Fahrgeschäfte geschlossen. Wir beschließen erst einmal etwas zu essen. Für einen Arsch voll Quarter kann man hier in fast jedem Hotel All-you-can-eat Buffets leerräumen. Wir suchen das nächstbeste Hotel, schlagen uns die Mägen voll und machen keine Gefangenen.

Viva Las Vegas

Express-Taxi Nach dem Abendessen gehen wir nocheinmal zurück in unser Hotel, bevor wir uns auf die ultimative Las Vegas Hiking Tour über den kompletten Strip begeben. Bevor wir die Wanderung in Angriff nehmen, holen wir den Rollercoaster Ride auf dem Stratosphere Tower nach. Von hier oben hat man einen genialen Blick über die mittlerweile nächtliche und demensprechend in allen erdenklichen Farben beleuchtete Stadt. Am anderen Ende der Vergnügungsmeile erkennen wir einen Lichtkegel, der aus dem Luxor, einem Hotel in Form einer 1:1 Nachbildung der Cheopspyramide, in den Himmel strahlt. Nach diesem Thrillride wandern wir den Strip entlang und besichtigen noch viele weitere Themenhotels wie z.B. das Ceasar’s Palace, das MGM Grand, das New York, New York, das Mirage, Treasure Island, das Venezian und last but not least das Luxor. Gegen 2 Uhr nachts lassen wir uns von einem lustigen Taxifahrer zurück zu unserem Hotel bringen. Es ist kaum vorstellbar, aber auch um diese Uhrzeit ist in Las Vegas Rush Hour!!! Zum Glück kennt der Fahrer ein paar Schleichwege. Ermöglicht durch seinen ausgesprochenen Bleifuss liegen wir schon wenige Minuten später in der Falle.

Über diesen Artikel

Author: Sören

Veröffentlicht: 17. Juli 2001

Kategorie: Urlauben

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