Künstliche Wassermassen

Wettlauf der Orientierungslosen Am Morgen fahren wir noch mal runter zum Lake Powell, welcher nur ein paar Meilen entfernt von Page liegt, um uns den Glen Canyon Dam aus der Nähe anzusehen. Die Ausmaße sind schon beeindruckend und wir können uns kaum vorstellen, dass der Hover Dam, den wir später noch ansehen wollen, wirklich so viel größer sein soll.

"Tour de France: Die Amerika-Etappe" Sören beim Anblick zweier Rennradfahrer

Disneyland!!! Unsere nächste Station ist Bryce Canyon. Auf dem Weg dorthin überschreiten wir sowohl die Grenze nach Utah als auch die Grenze zwischen zwei Zeitzonen und zwar der Pazific Time Zone und der Mountain Time Zone. Jetzt sind wir wieder eine Stunde näher an zu Hause. Auf unserem Weg fällt uns auf, dass die Felsformationen, an denen wir vorbei kommen immer mehr orange gefärbt sind, was Sören an einen Freizeitpark erinnert "Und ich sag noch zum Georg, Georg die haben hier alles kopiert aus dem Disneyland.".

"Warum kann’s im Taunus nicht genauso geil aussehen?" Sören als er den Bryce Canyon sieht

Wie an einer Ausgrabungsstätte in Ägypten Im Bryce Canyon angekommen liegt vor uns eine Schlucht, in der sich leuchtend rot-orange Felsen, grüne Nadelbäume und der blaue Himmel einen Kampf um das Auge des Betrachters liefern. Sören: "Oh Mann, alles Primärfarben!". Wir entschließen uns zu einer Wanderung durch den Canyon, welcher nicht annährend die Ausmaße des Grand Canyon erreicht, aber irgendwie trotzdem sehenswerter erscheint. Auf dem Weg fühlt sich Sören ein weiters Mal an Disneyland erinnert, denn hier sieht es wirklich aus wie an der Achterbahn Big Thunder Mountain. Hier sieht alles so künstlich aus, dass sich Georg zur Bemerkung "Die Bäume sind nicht echt, oder?" hinreissen lässt, doch die Bäume fühlen sich tatsächlich echt an.

Wasserfall-Geheimtipp

Da rauscht ja ganz schön das Wasser runter Unsere Wanderung führt uns noch an vielen skurrilen Felsformationen vorbei, so auch an einer Stelle die uns durch ein Schild als "Queen’s Garden" vorgestellt wird. Viele Gemeinsamkeiten mit einem Garten können wir jedoch nicht feststellen. Ausserhalb der Grenzen des National Park aber noch als Teil des Bryce Canyon unternehmen wir einen weiteren Hike auf Rat unseres Reiseführers. Dieser Marsch führt uns zu einem nahegelegenen Wasserfall, wo wir uns ein erfrischendes Fußbad im eiskalten Wildwasserbach gönnen. Schließlich verlassen wir den Bryce Canyon und machen uns auf den Weg vorbei am Zion National Park zu unserem Tagesziel.

"Fliehkräfte wie bei ner Mondlandung!" Georg, beim "Extreme Serpentinen Driving"

Ein bischen Zion gefällig? Da unser Zeitmanagement an diesem Tag völlig versagt hat, besichtigen wir den Park bis auf ein paar Stops ausschließlich aus dem Auto. Eine äußerst kurvenreiche Straße führt uns entlang riesiger Granitfelsen, die nach unserer erfahrenen aber vorsichtigen Gesteins-Geologen-Schätzung bis zu 1000 Meter hoch in den Himmel aufragen. Der definitive Höhepunkt, zumindest am Adrenalinspiegel gemessen, ist die Durchquerung eines dieser Granitgiganten durch einen ca. 2 Meilen langen, unbeleuchteten Röhrentunnel, in dem die beiden Fahrrichtungen nicht getrennt sind. Hier sieht man aufgrund des blendenden Gegenverkehrs praktisch nichts und fährt nur nach Instinkt. Wir sind doch etwas erleichtert, als wir das Tageslicht wieder erblicken, auch wenn es uns zunächst fast die Augäpfel ausbrennt.

Über diesen Artikel

Author: Sören

Veröffentlicht: 16. Juli 2001

Kategorie: Urlauben

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