Pause für den Flitzer

Clevelands Courtyard Diesen Tag verbringe ich mit Marlies in und um Cleveland. Mein roter Flitzer hat erstmal Schonzeit. Und die braucht er auch. Die Fahrt scheint ihn mehr mitgenommen zu haben als mich. Aus unerklärlichen Gründen ist die gesamte rechte Wagenseite mit einer dicken hellbraunen Dreckschicht versehen. Außerdem stellen wir fest, dass der linke Vorderreifen nur noch sehr wenig Luft hat. Wir pumpen ihn auf und hoffen, dass er noch die letzten zwei Tage durchhält, bis ich den Wagen wieder abgebe.

Cleveland innen…

Cleveland Browns Football Stadion Cleveland ist eine sehr interessante Stadt, die sich reichlich Mühe gibt, die Tristess manch anderer Industriemetropolen abzuschütteln. Dies dauert natürlich seine Zeit, aber zumindest der Kern der Innenstadt ist schon sehr schön – sofern man das bei einem Tag Aufenthalt behaupten kann. Die Cleveland Browns haben sich erst kürzlich ein neues Football-Stadion gebaut, das direkt am Lake Erie liegt. Direkt neben der Rock n’Roll Hall of Fame. Zusammen einem sehr interessanten Architektur-Mix.

…und außen

Rock n'Roll Hall of Fame Nachmittags gehts raus aufs Land. Die Amish sind hier recht stark vertreten und dominieren mit ihrer mittelalterlichen Lebensweise das Landschaftsbild. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass man hier überall frische Waren kaufen kann. Und so machen wir auch bei einigen Läden stopp, wo Marlies noch ein paar Sachen einkauft. Der letzte Halt ist auf einer kleinen Büffelfarm. Dort betreibt ein alter Mann mit schneeweißem Haar einen Shop, in dem er Indianerwaren und zur Schlachtzeit auch Büffelfleisch verkauft. Was macht eigentlich Charles Bronson? Weiss das jemand? Ich schwöre, dieser Mann hat eine solche Ähnlichkeit mit ihm gehabt, dass es mich nicht wundern würde, wenn er es wirklich gewesen wäre.

The Flats

Rock n'Roll Hall of Fame von der Seeseite Abends stößt dann auch Hartmut zu uns. Man vergisst ja im Urlaub ganz gerne, dass andere Leute noch Arbeiten müssen. In den "Flats", den alten Docks von Cleveland, hat sich ein sehr buntes Nachtleben entwickelt. Die Bars und Clubs haben zum Großteil Terrassen zum Fluss Cuyahoga. Zwischen dem Ost und Westufer pendeln Wassertaxis. Ein "must see" für jeden Cleveland Tourist. Nette Anekdote am Rande: 1969 war der Fluss durch die hiesige Petrochemie dermaßen stark verschmutzt, dass er Feuer fing! Diese Zeiten sind aber zum Glück vorbei.

Über diesen Artikel

Author: Sören

Veröffentlicht: 29. September 2000

Kategorie: Urlauben

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