Partymotel – Motel Party

Amherst - Studentenstadt und Schnallen-City So fahre ich also weiter, um mir dann in Hartford ein paar Meilen nördlich ein Motel zu suchen. Das liegt mitten in der Stadt und ist ziemlich groß. Mein traumatisches Erlebnis im Howard-Johnson kann es nicht bestätigen. Der Herr an der Rezeption ist zwar kein gebürtiger Amerikaner, aber sehr freundlich. Auch die Zimmer sind okay. Mit der erhofften Ruhe ist allerdings gegen 2.30 Schluss, als meine Zimmernachbarn von einem scheinbar doch recht fröhlichen Abendausflug zurück kommen. Dieser muss aber wohl doch recht anstrengend gewesen sein, da nach einer Stunde schon wieder Ruhe ist. Glück gehabt.

Dawsons Creek live

Marcus alte Wohnung - und Starbucks Kaffee - wie praktisch Im Hellen sieht die Gegend um das Motel doch nicht so doll aus, aber da ich auch immer auf den Preis gucke, verwundert es mich nicht weiter. Heute will ich auf jeden Fall in die Universitätsstadt Amherst, oder wie mein Freund Marcus sagt: "Schnallen-City". Und in der Tat, wer schon mal Dawsons Creek geguckt hat, wird hier zum ersten Mal belohnt. Das ist eine Stadt wie aus dem neuenglischen Bilderbuch eines Hollywood-Produzenten. Überall hüpfen junge, schöne Menschen rum.

Bilderbuch Uni

UMass Amherst Campus Da man ja neugierig ist, wie es sich denn in anderen Ländern so studiert, parke ich mein Auto auf dem sehr weitläufigen Universitäts-Campus und besorge mir als Erstes eine Karte. Ziemlich zentral in der Mitte des Campus ist der Bibliotheksturm, umgeben von einem kleinen See und diversen kleinen Gebäuden im Gründerzeit-Stil. Alles ist sehr aufgelockert gebaut. Zwischen den Gebäuden gibt es massig Grünflächen, auf denen es sich die Studenten bequem gemacht haben. Das Wetter ist übrigens superb!

Der Bücherwurm

Warum gibt es in Deutschland nicht so einen Campus? Obwohl ich mich trotz perfekter Tarnung immer noch als Fremdkörper auf dem Campus fühle, werde ich langsam mutig und betrete ein paar der Gebäude. Unter anderem kann ich mir die Bibliothek nicht entgehen lassen. Die ist dann vergleichsweise unspektakulär, da die meisten Bücher in anderen Stockwerken lagern und scheinbar nur mit einem Pass zugänglich sind. Ich bleibe im öffentlichen Teil und bin ganz erfreut, dass man hier auch kostenlos im Internet surfen kann. Also gleich mal eMails abrufen und den Kontakt zur Heimat aufrecht erhalten. Abends gehts dann nach Springfield in das erstbeste Motel.

Über diesen Artikel

Author: Sören

Veröffentlicht: 22. September 2000

Kategorie: Urlauben

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