Dali und Kafka, die Betriebswirtschaftler

Eingangshalle des Empire State Building Unglaublich! Bin ich zu verwöhnt? Sind Amerikaner anspruchsloser? Die Firma Vertex ist ein Mischkonzern, zu dem nicht nur eine Softwareschmiede, sondern auch eine Transport- und Logistikabteilung gehört. Warum sollte man also nicht das Lagerhaus teilweise zweckentfremden und noch Büros einbauen? Natürlich in die Mitte des Lagerhauses, Fenster braucht schliesslich keiner. Surreal wird das Ganze, wenn man auf den Flur geht und ein Gabelstapler an einem vorbei fährt. Hier gewinnt dann auch das Wort Cubicle eine völlig neue Bedeutung, wenn der Arbeitsplatz 1,80 cm zum Quadrat misst und die Wände bei 1,50 cm aufhören. Aber immerhin ist hier bereits die freie Bodenhaltung eingeführt worden…

New York by bus

Ein Bus! Nachdem ich nachmittags dem Kafka-gewordenen Wahnsinn entfliehe, geht es endlich ab nach New York. Amerika hin oder her, es gibt hier tatsächlich ausser der U-Bahn noch andere öffentliche Verkehrsmittel, z.B. den Bus. Der fährt auch gleich vor meiner Haustür ab. Vorbei am Stau (so eine Busspur ist schon was Feines) geht es durch den Lincoln Tunnel nach Manhattan rein. Nachdem uns der Tunnel ausspuckt, erwartet einen ein sensationelles Chaos. Für die letzten 300 Meter bis zum Busbahnhof brauchen wir 10 Minuten (warum werden die Leute nicht schon direkt am Tunnelausgang rausgeworfen???).

Central Parc

Central Parc Nun aber hurtig! Es wird, wie schon erwähnt, abends recht schnell und früh dunkel. Also erstmal zum Central Parc. Den muss man ja nicht unbedingt im Dunkeln besuchen – und kann man auch gar nicht. Das erfahre ich dann, als ich dort ankomme. Es fängt schon an zu dämmern und überall sieht man Polizei, zu Fuß, auf Fahrrädern, beritten. Sobald es richtig dunkel ist, werden die Haupteingänge bewacht. Die Polizei lässt dann keinen mehr in den Park.

Emprire State Building

New York bei Nacht Dieser kleine Schlenker hat mich dann auch den letzten Rest Sonnenlicht gekostet, so dass ich das Empire State Building erst in völliger Dunkelheit erreiche. Trotzdem ist dort immer noch eine lange Schlange an den Kassen für die Besucherplattform. Eine gute Viertelstunde später auf der Plattform lasse ich den Ausblick auf mich wirken. Trotz der Dunkelheit und dem Dunst, der über der Stadt hängt, ist der Ausblick unglaublich. Das muss man gesehen haben.

Über diesen Artikel

Author: Sören

Veröffentlicht: 18. September 2000

Kategorie: Urlauben

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